Krystyna Kuhn Krystyna Kuhn wurde 1960 in Würzburg geboren. Sie studierte Slawistik, Germanistik und Kunstgeschichte in Würzburg und Göttingen sowie zeitweise in Moskau und Krakau. Nach ihrem Studium arbeitete sie als Leiterin der Handbuchredaktion eines Software-unternehmens. Seit 1995 lebt sie als freie Autorin in der Nähe von Würzburg und schreibt mit Vorliebe Krimis und Thriller. Im Januar 2007 erschien im Arena Verlag mit "Schneewittchenfalle" Krystyna Kuhns erster Jugendroman. Für ihr literarisches Werk wurde Krystyna Kuhn bereits zweifach für den Frauenkrimipreis nominiert. |
...auf der letzten Seite wartet schon das nächste Drama.Was ist das Besondere an der Geschichte, die Sie in "Das Tal" erzählen? Acht Jugendliche treffen auf einem College in einem mysteriösen Tal aufeinander und acht Studenten verschwanden in den siebziger Jahren spurlos. Vergangenheit und Gegenwart – das weiß der Leser schnell – sind miteinander verknüpft. Um das große Geheimnis zu ergründen, das über dem Tal schwebt, muss die Vergangenheit der Helden aufgedeckt werden. Das Besondere an dem Projekt ist außerdem, dass das Tal die einzelnen Figuren verändert. "Das Tal" ist eine Mystery-Thriller-Reihe. Haben Sie Vorbilder aus dem Mystery-Genre bzw. lesen Sie selbst auch gern Mystery-Geschichten? Mystery – bedeutet zunächst einmal für mich eine Begegnung mit dem Unerklärlichen. Ich bin ein großer Fan von Stephen King. Er hat die Tendenz, das Unerklärliche im Menschen selbst zu sehen. (…) Außerdem liebe ich die Serie LOST. Das Spannende an dieser Serie ist – dass das Unerklärliche, also die Mysteryelemente irgendwann erklärt werden. Und niemand kann sich vorstellen, dass das möglich ist, aber jeder hofft es. Das Konzept dieser Reihe hat mich sehr inspiriert und es ist eine riesige Herausforderung, ein ähnliches Projekt literarisch umzusetzen. Lieben Sie es, Ihre Leser auf falsche Fährten zu locken? Privat würde ich niemals jemanden auf eine falsche Fährte locken – denke ich mal. Aber den Leser schon und ich hoffe, dass er es liebt. Die schlimmste Kritik an einem Buch ist, wenn jemand sagt: Ich habe die Lösung sofort erraten. Das ist schrecklich. Ein Buch zu lesen sollte sein wie durch einen Irrgarten zu gehen. Man ahnt nie, wohin der Weg führt, fürchtet den Ausgang zu verpassen und weiß dennoch – man wird es schaffen. Wer eine spannende Geschichte liest, lebt zwischen Bangen und Hoffnung. Das ist wie im Leben. Aber ein Buch bietet in der Regel die Gewissheit: Ende gut – alles gut. Aber auch dieses Versprechen erfüllt „Das Tal“ nicht. Denn auf der letzten Seite wartet schon das nächste Drama. Aber dafür gibt es ja einen neuen Band. |